Letzte Artikel · 2016-09-16 · Janine

Die MPU Verjährung?

Eine richtige Verjährungsfrist gibt es in dem Sinne aber nicht, da Anordnungen der Straßenverkehrsbehörde grundsätzlich nicht verjähren können. Vielmehr handelt es sich um eine Löschung des Eintrags aus der Akte, die anschließend nicht weiterverwendet werden darf. Lässt sich der Betroffene im Straßenverkehr fünf Jahre lang nichts zu Schulden kommen, beginnt im sechsten Jahr eine MPU-Verjährungsfrist, die 10 Jahre dauert. Nach Ablauf dieser Frist kann der Führerschein neu beantragt werden. Die MPU zu umgehen und den Führerschein sofort wiederzubekommen ist nicht möglich, es gibt keine rechtlichen Mittel um seinen Führerschein auf anderem Wege wiederzuerlangen. Zu den Delikten im Straßenverkehr, die sich der Betroffene fünf Jahre lang nicht zu Schulden kommen lassen darf, zählt neben dem Fahren ohne Führerschein auch das Radfahren. Wer betrunken Fahrrad fährt riskiert nämlich Punkte in Flensburg und wer auf die MPU-Frist setzt, ab der der Akteneintrag gelöscht wird, der verbaut sich seine Chance, wenn er sich in den ersten fünf Jahren nach der MPU-Anordnung den Verkehrsregeln widersetzt. Schon das Überqueren einer Fußgängerampel bei Rot kann geahndet werden und führt zu Problemen. Wird der Betroffene in den fünf Jahren aber nicht auffällig beginnt die zehnjährige Frist, nach der ohne MPU der Führerschein neu beantragt werden kann, auch wenn er vorher ohne eine positive MPU nicht wieder ausgehändigt worden wäre. Beantragt der Betroffene in der Zeit ohne Führerschein seine Fahrerlaubnis vorzeitig neu, verlängert sich die Wartefrist ebenfalls. Ob dann tatsächlich eine MPU durchgeführt wurde oder nicht, ist dabei nicht relevant. Schon der bloße Antrag zählt, um die Wartezeit zu verlängern.

Die MPU lässt sich mit folgenden Ansätzen meistern:

  • zuverlässiges, pünktliches Erscheinen
  • Fitness
  • gepflegtes Erscheinungsbild
  • gesteigertes Selbstbewusstesein
  • Verzicht auf Alkohol

Warten auf den Führerschein

Wer es schafft, 15 Jahre auf seinen Führerschein zu verzichten, für den sind diese Fristen eine Option. Ein Problem an der Sache ist allerdings, dass die Fahrerlaubnisbehörden bei einer Neubeantragung des Führerscheins nach 15 Jahren verlangen, dass die Fahrprüfung nochmal abgelegt werden muss. Es wird davon ausgegangen, dass die theoretischen und praktischen Kenntnisse mit der Zeit vergessen beziehungsweise verlernt wurden, weshalb erneute Fahr- und Theoriestunden und eine Fahrprüfung nötig sind